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werden. O, wie sehne ich mich darnach, ich zittere, daß Sie esmir abschlagen, was soll ich dann anfangen? Gott erbarme sichmeiner und lenke Ihr Herz. Ach, schreiben Sie. Ich bin iniNamen Gottes Alles zufrieden, und bevollmächtigen Sie Jemandoder mich, Ihre Mobilien und Bücher herüber führen zu lassen,so finden Sic gleich Alles bereit. Die halbjährige Miethe tilgeich sogleich und kündige auf, oder wollen Sie das Alles selbstthun, ich bin ganz gehorsam, nur erhören Sie meine Bitte! Esist durchaus nöthig, ich kann nicht anders, ich bin voll Leid undQual, helfen Sic mir, Sie können es, es soll Sie nicht gereuen,Gott sei mit meiner Bitte!
Ihr demüthig bittender Diener und Freund
Clemens Brentano.
An Denselben.
München den S. Ortnlirr .MO.
Hochwürdiger priesterlicher Freund!
Die barmherzige Frau Sendtner möge Barmherzigkeitempfangen jetzt jenseits, die sie in ihren letzten Lebenstagen mitso erschütternder Menschenliebe diesseits an mir geübt. Heute,Donnerstag den 8. Octobcr halb fünf Uhr, habe auch ich ihrdas Weihwasser in das Grab gesprengt. Gott rief die fromme,sorgenvolle Haus- und Armenmutter M?nt>:g den 5ten Abendssechs Uhr zu sich, nach einem Krankenlager von wenig Tagen.Ich mußte ihr den lieben Herrn Schön rufen, von dem siegleich den zweiten Tag alle heiligen Sterbesakramente mitgroßem Trost empfing. Herr Schön sagte mir, daß er selbstFrieden und Freude bei ihr empfunden habe bis in ihren Tod.— Sie können sich den Jammer der sieben ganz armen Kinder