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2 (1855) (1855)
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deren sittlichen Wandel er einen entschiedenen Einfluß gewann,daß mehrere sich auch zum geistlichen Stand entschlossen. ImJahr 1833 ward l)>. Hofstetter zum Priester geweiht und kamals Kaplan nach Mummendorf bei Fürstenfeldbruck, zwischen hierund Augsburg, in die Seelsorge, wo er mit ungemeinem Segenund höchster Zufriedenheit seines Pfarrers wirkte. Schon nacheinem halben Jahr ward er von dem hiesigen Domkapitel alsDomvicar und Assessor bei dem Ehegericht hieher zurückberufen,welches letztere ein Beweis von unbegrenztem Vertrauen füreinen so jungen Mann war. Er trug dafür höchst beschwerliche,allen seinen Neigungen widerliche Geschäfte mit demüthigemGehorsam, als ihm von Gott durch seine Obrigkeit aufgelegt,wie einen Bußgürtel, und wohnte, wie früher, in ein paarkleinen Stübchen neben dem Saal des altdeutschen Kunstver-eins, der im Hof seines väterlichen Hauses war, und aus einerAnzahl weder gelehrter noch ausgezeichneter, aber sittlicherjunger Maler und einiger Schulmänner gleicher Art bestand,welche sich wöchentlich einmal dort versammelten, ein Glas Biertranken, Kupferstiche und Holzschnitte beschauten, sich Arbeitenmittheilten und Lieder zur Guitarre sangen, auch wohl etwasvorlasen.

Der damals schon abwesende Hofstadt und der auch jetztin Frankfurt sich befindende Ballenberger sind die eigentlichenKunsttalente dieser Gesellschaft gewesen, die aber täglich mehreinschlief und jetzt ganz verschwunden ist.

Der geistreiche, gottesfürchtige Priester und Consistorial-Assessor Hofstetter wohnte da einsiedlerisch in strenger Arbeit undEntsagung, wie ein Feldherr, der mitten in seinen Carriörcnin seiner ehemaligen Kinderstube einguartirt, wo noch seinehölzerne Flinte und Säbel und sein pappedeckeler Harnischhängen, Schlachtpläne und Siegsberichte machen muß. Dannund wann besuchte er noch die versammelte unschuldige, lang-