Druckschrift 
2 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
379
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gedruckt und reichlich, mit gut erfundenen, naiven Bildern,welche nur in der Erfindung lieblich und lustig, in der Ausfüh-rung aber wenig kostspielig sind, wodurch sie reichlicher seinkönnen.

Mir schrieb Steinle vor etwa vierzehn Tagen, er werdefür das Rheinmärchcn Alles thun, was er könne; aus IhremBriefe geht hervor, daß dem lieben Freunde nur möglich sei,die Zeichnungen eines Anderen zu revidiren. Sie sagen, derdie Zeichnungen jetzt dort anfertigen könne, sei ein geschickterMensch. Ist er das heutzutage, so heißt das, er hat einegewisse Fertigkeit, allerlei manierirte Gestalten in so viel alsmöglich vergessenen, mittelalterlichen Costümen zu maskiren, undzwischen Albert Dürerischcn Schlingpflanzen-Stickmustern aufzu-häugen, hie und da von einem unmöglichen Schreibfeder-Zug-vögelein angesungen u. s. w. Einem Solchen fehlt es dann anDünkel nicht, und Steinle ist zu sanftmüthig, ihm irgend etwaszu verweisen, und er zu verbramarbasirt, verholzt, versteinert,verfäustelt, vernibclungelt, irgend Etwas bessern zu können,wenn er auch wollte.

All seinen Bruder Christian.

Mimchr» den 27. My 78N0.

Lieber Christian!

Ich danke herzlich für Deinen gütigen Brief vom 20. Märzund alle die Familienberichte, wie Fleisch und Geld, pec»!> undpooumo, recht bequem, wie sie sich nahe kommen, ehelicheNächstenliebe belieben. Es geziemt mir kein Urtheil darüber, alsder Wunsch: möge keine Sünde geschehen und keine Verbindung,