Druckschrift 
2 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
358
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SS8

entsp-Rungen, durchd-Rungen u. s. w. Er ist eigentlichdoch der tiefsinnigste Künstler, der unmittelbarste derneueren Zeit gewesen, der eine Tiefe, ein Inneres, das vielleichtnie Gestalt gewonnen, zu Tage hat gebären müssen; was abervon Solchem an die Oberfläche tritt, tritt heutzutage der Ober-flächlichkeit entgegen; darum ist er so wenig ge- und er-kannt. Können Sie es dahin bringen, daß Sieveking die illuminirteZeichnung Nunge's bei dessen Wittwe copiren läßt und Ihnensendet, so machen Sie mir große Freude; ich bin zu jedemhonneten Honorar erbötig. Könnte er das Original selbstkäuflich erwerben, oder irgend ein anderes, so würde mich dasungemein erfreuen. Tausend Grüße an den guten Thomasund Dank!

Alle Ihre gründlichen Notizen über meine Schriftenheraus-gabe rühren mich ungemein, erschrecken mich erstaunlich u. s. w.Wenn Sie nach Ihrer nächsten Urkunden-Jagd noch keinenanderen Schuß haben, als diesen in mich verschossenen, abge-schossenen Arion ohne Leier und Delphin, so werden wir darandenken können.

Jetzt vor Allem an die unselige Herausgabe vom Gockel.

») Folgendes ist das eben erwähnte Lied:

Es blüht eine schöne BlumeDie ist so selig geschaffen,

Ihr Duft erfüllet die Thalc,

Und wo ein Kranker sie sichet,

Wo kommt im MorgenwindeWas glüht am kühlen AbendDie Büch' und Sec'n erglänzenAm Himmel sind uns'rc Hütten:

Drei Könige kamen gezogen,

Der Stern stand über dem Hause,Wenn ich zwei Augen erblicke,

So wünsch' ich, daß im Herzen

in einem weite» Land,nur Wenigen bekannt,ihr Glanz erleuchtet die Welt,die Krankheit weichet bald

die blitzende Sonne her?auf Bergen, an Wolken, im Meer kim klaren Mondcnschcin,dri» leuchten Stcrnclein.

zu einem Hciligthum,drin lag die süße Blum,die funkeln hin und her,dies süße Blümlci» wär'."