Druckschrift 
2 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
357
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Zeitung das abermalige Abweichen von sechs Stück FrankfurterStaatsgefangenen gelesen. Ich meinte schier mein Unterleib seidie Constablerwache. Es ist doch eine rechte klirre, undwäre ein Beweis von großer Stumpfheit, wenn die HerrenExulanten nicht ein Abschiedslüd auf der künftigen Ostermesseorgeln ließen, worin der Frankfurter Staatsgefangne sich mitdem Spion von Erfurt unterhielt.

Standen Sie mit Sieveking in freundlichem Vernehmen?Wäre es der Fall, so könnten Sie mir durch einige Zeilenan ihn einen Liebesdienst thun. Ich höre durch den MalerRebenitz, einen Lübecker, Freund Schnorr's, es befänden sichdie vier Jahrszeiten Runge's in Hamburg in seinem Hausevon seiner Hand auf Stubenwände gemalt. Wäre dieses derFall, und könnte Sieveking eine Copie, wenigstens skizzenhaft,davon verschaffen, so hätte man doch des Meisters Intentionals einen Leitfaden, um die Blätter illuminiren zu lassen.Schreiben Sie ihm doch, und bitten ihn, es besorgen zulassen. Ich bin zu jeder Honorirung bereit. Fragen Sieihn auch, ob nicht irgend eine Originalzeichnung von ihm zuerhalten ist.

An Denselben.

München den 27. Mrmir 7857.

Tausend Dank für Ihren gütigen, liebe- und vorsorge-vollen, dienstfertigen Brief. Leider gehen Sic schon wiederlaufen, was mir leid thut, aber doch vielleicht recht gut ist.Das Entlaufen ist in Frankfurt ja jetzt an der Tagesordnung,und Sie sind ja immer su courant gewesen.

Alle Ihre Runge'schen Mittheilungen haben mich sehrgerührt, mehr noch Ihrer Liebe, als des Inhalts wegen.Das Lied ist wirklich von Runge er-Rungen, ent-Rungen,