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2 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
356
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lein L und ich. Man vermißt ihn nicht, man wird auch denConrad nicht vermissen, wenn er dem Bruder folgt. Sie habenkeine Schüler. Man sprach von diesen ehrlichen Männern, daman beim Thurmbau von Babel vor der Sprachverwirrungaltdeutsche Rocke trug; nach der Sprachverwirrung verstandman den Hindelanger Dialect nicht mehr. Sie sind verlassenund vergessen.

Lesen Sie doch, wenn es noch nicht geschehen ist, das Buchvon Eckermann über Goethe ; es hat mir viel Freude gemacht.Da lernt man ihren Hausnachbarn kennen und lernt überhaupt,wie ein geist- und herzvoller Mann seiner Zeit gesund, undbillig, und tüchtig, und deutlich ist, bis ans Ende, und nicht sonaseweis urtheilt und nachschwätzt, wie meiner Einer.

Wollen Sie sich die Mühe geben, allerlei Lieder undTrümmer von mir zusammenzustellen, so müssen auch diebesseren Lieder aus Godwi, Ponce, den lustigen Musikanten,gesammelt werden, Sanct Meinrad, aus dem Wunderhorn. ImKalathiskos von Sophie Mereau steht ein Bruchstück von mir.Haben Sie Abschrift von dem, was ich der Frau Willemerund dem Leberecht Guaita ins Stammbuch schrieb? RöschenScharf schrieb ich ein Lied. Bitte um Verzeichniß, was Sie haben.

Mit dem Märchen geht es mir miserabel. Das Manu-script liegt seit einem Monat beendet, der arme Buchdruckersendet alle drei Wochen einen Bogen Ich bin vierzehn Tageunpäßlich gewesen und zu faul, ihn zu treiben. Der Litho-graph druckt auch nicht, die Zeichner sind ganz lahm: manmeint, Himmel und Erde hätten sich verschworen, und ichverdenke es ihnen keineswegs. Meine Krankheit war einkleines gastrisches Magenfieber. Ich mußte viele Brech- undLaxirmittel nehmen, habe Morgens immer einen ekelfadenGeschmack im Mund, und theile Ihnen das allein mit, umIhnen deutlich zu machen, mit welcher Empfindung ich in der