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neubegierig den Kopf halb müde, halb sehnsüchtig, halb schwin-delnd nach allen Früchten und Blumen und Geschöpfen diesesParadieses, hinwcndetest. — Du schienst unbefangen und vertrautgegen mich, ich war Dir nicht fremd, liebe Mathilde, mir gefieldas, denn ich bin auch ein Sohn der Eva; aber ich war dochbewegt darüber, denn ich gedachte, daß unsere ersten Eltern ausdem Paradiese verwiesen worden sind. Je kindlicher, lebendiger,sehnsüchtiger Du mir dem Leben und der Liebe hingegebenerschienst, je liebenswürdiger ich Dich erkennen mußte, um somehr erwachte dies Mitleid in meinem Herzen; ich mußte immersorgen: ach, wie schmerzlich wird die grelle Wirklichkeit einstdies schwärmende Herz enttäuschen. Diese sich mir in DeinerNähe aufdringende Sorge um Dich selbst, ist die eigentlicheUrsache, warum ich Dir bis jetzt noch nicht geschrieben habe,wenn Du mir gleich zweimal so herzlich und liebevoll geschriebenhast. Mir war immer bang, irgend ein Wort von mir könnteden ganzen Zaubergarten Deiner Phantasie zerstören, wie es sofeine Krhstallisation gibt, daß ein Hauch sie zusammen stürzenkann. Du wirst aus dieser aufrichtigen Erklärung anerkennen,daß ich nicht aus Gleichgiltigkeit, sondern allein aus Zuneigungschwieg. Mit herzlicher Theilnahme vernahm ich Dein Mutter-glück. Das ist ein großes Glück und eine glückselige Insel derRealität, um zu landen und sich zu retten, wenn auf demoffenen Meer der Ideale uns die Stürme ergreifen. Ich
wünsche, liebe Mathilde, daß Gott Deine Ehe reichlich segneund daß Dir jedes Kind ein Ballast im Schiss und Luftballon,ein Gewicht an der Balancirstange, ein Bleiloth auf der boden-losen See, ein Strick und Pflock, das Zelt im Sturm zubefestigen, werden möge. Also Gott segne Dich und Leberccht!— So eben finde ich Deinen Brief vom 4 September, und esfreut mich, daß ich Dir nicht unrecht geschrieben habe, Dubeginnst mit einer Naturfreude auf der Gerbermühle. Ich
war schon als Kind mit meinen Eltern dort oft sehr bewegt,