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2 (1855) (1855)
Entstehung
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und auch später im Stammbuch der Frau Willemer; muß einetiefe Bewegung stehen, die ich dort empfand, als ich nach langerZeit als ein bejahrter, von Gott zurechtgewiesener Mann dahinzurückkchrte, und im Herzen ganz gläubig mit wohl- undchristlich gesinnten Weltleuten dort. *) Liebe Mathilde, derMann, dessen eigenthümlicher Phantasie dieser gebrechlicheGefühlsort entsprungen, ist nicht mehr, der Ort wird auch baldnicht mehr sein. Der treffliche Thomas, der oft dort glücklichwar, ist nicht mehr.

M<ine liebe Mathilde, Du schreibst mir von DeinemMutterglück mit Deinem Georg Gottlieb, ich will Dirschreiben, was mir von dem Mutterglück meiner Mutter mitmir übrig blieb, nämlich was ich weiß, daß von ihrem Mutter-glück ihr an mir geglückt ist, und wofür ich Gott anflehe, daßer es ihr und Jenen ewig lohne, von denen sie es gelernt hat.Als ich früh, einfach katholischer Sitte entwöhnt, ohne Segen,durch allerlei Erziehungsmethoden der Scheinwisserei und Schön-fühlerei überliefert, endlich durch das Babylon des Geschmacksohne Glauben hinirrte, und in Norddeutschland außer der Kirche,ohne Steuer und Mast, wie Robinson auf einer Sandbank,gestrandet war, lag ich Nachts in großen Seelenleiden aufmeinem Lager und dachte die ganze wüste Schifffahrt nack> derEntdeckung der neuen Welt zurück, ob denn gar kein Punkt sichfinde, woher ich Rettung erschreicn könne. Da gedachte ich,daß ich als kleiner Knabe manchmal von einer gewissen Frischeerweckt, Nachts meine Mutter, die im Winter aus der Gesell-schaft gekommen war, über mich gebeugt sitzen sah, die das^ve Nsrw und das Gebet an meinen Schutzengel über michbetete und mir das Kreuz auf die Stirne machte. Da knüpfteich an und suchte die Kindergebete wieder zusammen; es warder einzige Faden, an dem ich mich gerettet habe, Alles andere

*) Gesammelte Schriften H. Seite 529.