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Vorübergehen, ewiges Lichtbild in der Zeit! Mirfällt keine bessere Grabschrift ein, als die Worte:
„Willkomm! Leb' wohl I
So spricht man zu den Strahlenbächen,
Die plötzlich durch die Wolken brechenUnd heilige Gluth entzündenAuf Schätzen, die auf Ewigem gründenUnd in der Zeit verschwinden."
Und sind sie heimgegangenStehn wir von Nacht umfange«,
Lebt doch in uns ein sehnendes Verlangen,
Dem lieben Lichte zu belohnenSein kurzes treues bei uns Wohnen.
O blickt umher! was ließ sie wohl zurücke,
Das jetzt noch dienen könnte
Der Fernhinwandelnden auf schmaler Brücke,
Was bände dicht an uns die Weitgetrennte?
O falten wir die Hände!
Und füllen durch Gebete
Die Lampe ihr zum Rand mit reinem Öle,
Daß sichern Schritts in vollem Schmuck hintreteZum Bräutigam die liebe arme Seele!"
Lieber Schinas! ich weiß nichts Anderes, nehmen Sie mitdem guten Willen fürlieb. Ihnen selbst wünsche ich die reicheGnade, Gottes schwere Hand über Ihnen als die Hand einesunendlich liebenden Vaters anzuerkennen. Er gab Ihnen diegrößten Schmerzen, um Sie geduldiger vielleicht entsagen zulehren und Sie gestählter gegen eine von allen Seiten drohendblickende Zeit nur auf Ihn blicken zu lehren, der Sie alleinliebt, uns Alle allein liebt, der liebe Vater im Himmel! Ertröste Sie, und schone meiner!
Von Herzen Ihr liebender Oheim
Clemens Brentano.