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2 (1855) (1855)
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zu der Zeit, wenn sich die heilige Barmherzigkeit in den Herzeneinzelner begnadigter Menschen erhebt und sich selbst als Almosenum Jesu Willen hinzugeben strebt, treten (gleich dem Antichristenvor der Ankunft des Herrn) solche weltliche Surrogate dergeistlichen Barmherzigkeit, in der sogenannten guten Gesellschaftauf, um den erwachenden Trieb zum Heiligen in Besitz zunehmen und mit Barmherzigkeitsspielzeug zu indifferenziren,amüsiren und hinzuhalten, bis die Gefahr das Rechte zu thunvollkommen vorüber ist. Die Aufgabe, kleine Kinder in einenRaum zusammen zu setzen und vor Sünde zu bewahren, ist eineso einfache und nahe liegende und leichte, daß gar Nichts dagegenzu sagen ist, als daß so viel davon gemarktschreit wird; nochnirgends habe ich die rechten Menschen damit beschäftigt gesehen,immer war es Industrie, Dilettantismus und Surrogat-Begei-sterung, welche den besten Profit der Sache vergloriirte und inGesundheiten vertrank. Die Sache entstand zuerst aus Nothin England, wo keine geistlichen Genossenschaften der Barm-herzigkeit und daher die Kinder ganz preisgegeben sind; sie isteine Sache der Industrie, und wird überall, wo sie auf solchemBoden steht, an allen pädagogischen Modespielereien erkrankt,hinzucken und hinwelken, so lange als Geld und Mode sieHinhalten.

Fügt Gott einer solchen Anstalt eine fromme, einfältigeFührerin zu, die jedoch sehr gegründet sein müßte, um demnütspielenden Dilettantismus zu widerstehen, so kann Üblesvermieden werden. Aber solche sind selten und nicht allgefällig.

Stellen Sie sich vor und wundern Sie sich ein bischen!Mir gefällt die R . . . besser als die B . . . Ich fühle dieErste heiter, unbefangen, offen, sinnvoll, nicht ohne Geist,verstehend, sich für das gebend was sie ist, und doch nach Besseremmit einiger Genäschigkeit strebend; sie ist ein sideles Leckermaul,das die Zähne verloren und mit Mundwässern von verflossenen» 21

->sV.