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seiner Kirche kaum ahnet! Mein Kind, welche Kirche! die wahre,heilige, unerschütterliche, die mich zertreten konnte, zu derenFüßen ich alle meine Sünden ausschütten mußte in bitterenThränen, deren Priester mir das Kreuz Christi verhaltend,sprach: „Dieser hat genug gethan, deine Beichte ist die Geschichtejedes Menschen, der von Diesem weichet Und dem Belial dient;deine Geschichte ist die Geschichte aller Sünder! Du weinst,du bebst, die Gestalt deiner Schuld hat dich erschreckt; duschreiest: o, ihr Berge bedecket mich! — Sieh' den Herrn anund glaube, hoffe, liebe; der Glaube kann die Berge verrücken,die dich bedecken, diese Liebe ist größer, als dein Haß, dieseVerheißung kann keine Hoffnung ermessen. Deine Sünden sinddir vergeben durch die Worte des Herrn und die Macht, die erder Kirche gegeben." O, diese Kirche, diese liebevolle Kirche,welche täglich für diejenigen, deren Luther sie vom Teufelgestiftet nennt, betet, ladet auch Dich ein, an ihren SegnungenTheil zu nehmen.
Clemens Brentano.
An -ie Gräfin N. N.
München.
Liebste Gräfin!
Ich darf dieses aufrichtig sagen, indem ich in meinemLeben keine Gräfin so lieb gehabt, weder die Brandenburg,noch die Stolberg, noch die Kerssenbrock, noch die Merveldt,noch die Voß; das ist meine, ganze Grafenbank; also —Fr. * * ^ hatte die Güte, und wie ich glaube, recht ausGüte, mir Ihren lieben Brief an sie mitzutheilen und Ihnen