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Ich antworte Ihnen hierauf: daß ich dieses nicht wissenkann; tröste mich aber einigermaßen, daß Etwas angenagelt ist,wenn ich einen Kunstkenner schier zu sagen so ganz verliebt voneiner Sache schwätzen höre, wie Sie von dieser Tunica. Alsodieses rührende Kunstwerk der Hand einer vielleicht schönen undkeuschen Himmels- und Erdenfürstin ist angenagelt? Gott seiDank! mein Herr Kunstgeyer, daß Sie der Taubenarbeit nichthabhaft werden können. Ich rathe Ihnen, als Fasteubetrachtung,statt des schlechten, geschmacklosen, bordirten Altarüberzugs inRegeusburg, Ihren eigenen innern parallelen Zustand zu betrach-ten, und wünsche Ihnen daß Sie denselben noch früher ablegen,als jener Altar seinen kindisch gutgemeinten Schleier; undzweitens, daß Sie sich von der angenagelten Tunica demangenageltcn Christus zuwenden. Sie haben da auch mitverschuldet, machen Sie diesen in sich, wie ein treuer Jünger,vom Kreuze los, legen Sie ihn in ein neues, reines Grab undstehen Sie unsterblich, unverweslich und unkritisch mit ihm auf.Glückselige Feiertage!
Clemens Brentano.
An eine Freundin.
München.
Was Gott mit mir will, das mag geschehen, ich habekeinen Widerstand in meinen Händen, er kann mein Herzzerreißen, denn er hat es gemacht; aber wenn es bricht,thut es weh! Wie arm, verlassen, verworfen und elend ich bin,habe ich mein Leben lang mit heimlichen Thränen gefühlt;