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einen Beweis ablegen, wie ungegründet der Vorwurf ist, dasBibelstudium sei bei ihnen vernachlässigt, denn diese Verschönerungist buchstäblich, nach einer absichtlich ausgewählten Bibelstellethatsächlich ausgeführt, nämlich nach dem Texte Esther 7, 9.:„Hänget den Haman auf!" Es ist nämlich der Haman, soheißt ein schlechtes baumwollenes Zeug, kick^o Futterkattungenannt, über den altfränkischen silbernen Altar am SonntagSeptugAssims gehängt worden; so daß dieser Altar mit Rechtden Psalm an diesem Sonntag sprechen konnte: llircumäeäeiuntme. Daß man den Haman aufgehängt, ist ganz biblisch, warumaber ihn mit gelben wollenen Schnüren besetzen? Davon stehtin der Schrift kein Wort. Der Eindruck wird dadurch gestört,und man mag noch so viel schreien: die gelben Borden seienTradition, so werden die Gegner immer antworten: die gelbenBorden seien Menschensatzungen; dieses aber würde nur unnöthi-ges Öl in das Feuer alten Gezänks gießen. Das Meiuigenun zuni Frieden beizutragen, melde ich Ihnen diese meineBemerkungen, und ersuche Sie, so Sie irgend einen Weg dazuhaben, dahin zu wirken, daß wenigstens die gelben Wollbordenals unbiblisch abgetrennt werden, denn daß man den Hamanaufgehängt hat, dagegen kann kein Bibelfreund etwas einwenden."
Hierauf erwiedere ich mit mehr Geduld als Ahasverusund Sie gegen den Haman gehabt, welcher ein Judenfeind war:daß ich Ihre Bosheit wohl verstehe. Sie verrathen sich inIhrer Witzelei, wollen aus katholischem Interesse schreiben undbedienen sich des hebräischen Urtextes oder der lutherischenÜbersetzung; denn diese sagen: „Hänget den Haman auf!" Inder Vulgata, deren Sie sich als angeblicher Katholik bedienenmüßten, und deren sich auch die ganze katholische Kirche bedient,steht kein Wort von einem aufgehängten Haman, sondern esheißt dort von dem gehängten Judenfeind: „liepsrit ^mon superleclulum corruisse in guo saoebst Lsllier Lo." und weiter: