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2 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
305
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SOS

schlösscr verkauften." Sie schreiben mir:Es verdiene Rüge,daß man die Statue des heiligen Petrus mitten im Dom zuRegensburg einmal papageigrün angestrichen und das bronzeneMonument des Cardinals und Fürstbischofs Philipp blank,wie eine Messiugpfanne, gescheuert habe. Stühle und Bänkehätten das Scheuern nöthiger gehabt."

Ich antworte: Kann man einen Raben weiß scheuern, sostehe ich Ihnen zu Diensten, kann man einem schwätzendenPapagei Ihrer Gesinnung Achtung gegen den heiligen Petrusanlehren, ich stehe zu Diensten; übrigens möchte ich an jenemTage lieber bei der frommen Einfalt stehen, welche ohne Kunst-sinn ihrer Liebe nicht zu rathen weiß, und den heiligen Petruspapageigrün anstreicht, als bei jenen Kunstrichtern, die, liebloswie Sie, solche fromme Anstreicher und den heiligen Petrusanschwärzen, wo sie können. Mir scheint, mein Herr Papagei,es hat Sie geärgert, Ihre Leibfarbe an Ihrem Todfeinde zusehen; denn der Stuhl Petri hat bekanntlich dem Stuhle desMeisters vom Stuhle manches Bein unterschlagen. Daß Sieden abgescheuerten Rost von dem bronzenen Monument sobedauern, ist nicht consequent, da Sie der Partei der Erneuerung,der Aufhellung u. s. w. angehören. Kirchensachen, meinen Sie,soll man nur verrosten lassen, Ihresgleichen könne sie dannleichter an die Juden verschachern. Die Kirchenbänke hättenSie lieber gescheuert und etwa gar versperrt, damit sie nichtgebraucht und wieder beschmutzt werden, könnten. Ja, ja: tatetsaAllis s»>, Iierbs. übrigens seien Sie getröstet: ich höre, derheilige Petrus sei nicht, mehr papageigrün und das Monumentnicht mehr blank, wie eine Messingpfanne; dies Wort hat auchnicht der gute Wille gewählt. Sie schmeicheln der Kunst, meinHerr, um die Religion mit Füßen zu treten.

Zuletzt schreiben Sie:Die neueste Verschönerung desDoms wird den Beifall aller denkenden Katholiken haben und

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