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für unsere bereute Schuld durch den gekreuzigten Erlöser,blickte er rückwärts zu den Tagen der Kindheit und sah nichtsGutes, nichts Wahres, nichts Schönes, nichts Heiliges, nichtsEwiges, das er geübt, das er geliebt, an dem er sich, oderdas sich an ihm hätte erfreuen dürfen. Von allen Gefährten,die ihn begleitet, ist keiner treu geblieben, als der Schutzengel;von allen Bünden, die er geschlossen, ist keiner bestanden, alsder Taufbund; von allem geführten Zwiesprach war keinerunschuldig, wahr und heilsam, als seine ersten, feierlichenBekenntnisse der Schuld und der Reue, und die Erwiederungdes Richters an Gottes Statt, daß ihm vergeben sei.
Keine Speise hat seinen Hunger gestillt, als der lebendigeGott unter der Gestalt des Brodes des ewigen Lebens. Woher,fragte er sich, dieser ewige Hunger, diese stete Begierde nachErsättigung, nach einem Genügen im Menschen? Warum keineAusbeute aus allem zeitlichen Ringen und Streben, als dieErkenntniß Salomon's, daß Alles eitel sei?
Da sagt ihm eine Stimme: Gott ist sich selbst genug, ihmkann nichts genügen, als Er selbst; der Mensch ist nachseinem Ebenbilde geschaffen, wird aber von Sehnsucht undHunger gequält, seit er von Gott abgefallen und die verloreneFrucht genossen hat. Der arme Mensch, der die EbenbildlichkeitGottes verloren hat, kann nie mehr ersättigt werden, kann keinGenügen mehr finden, denn er kann sich nicht mehr selbst genügen.Da ließ sich die Gottheit in der Person des Sohnes nieder,das ewige Wort ist Mensch geworden und hat sich selbst mitGottheit und Menschheit zur Speise gegeben, auf daß der armeMensch ersättigt werden könne. — Und alle den Trug und Lugder Welt, und alle die Treue und Wahrheit des Vaters imHimmel erwägend, tritt er um die elfte Stunde, zwar wegemüdund schüchtern, aber mit demüthigem Gebet auf den Markt,auf daß der Herr des Weinbergs nochmals Knechte und auch