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Adieu L - - . - Vergiß mein nicht! O Judith, sprach derabgeschnittene Kopf des Holofernes.
Vivat u. s. w.
An seinen Bruder Frans.
München den 20. Nnnemlier Ü8N.
Geliebter Bruder Franz!
Ich flehe zu Gott, daß dieser Brief Dich noch in guterGesundheit, mit einem in Gottes Fügungen ergebenen, bei gutemWillen stets heitern Gemüth antreffe.
Liebster Bruder, so oft ich an Dich denke, und es isttäglich, fließt mir das Herz über; denn ich denke dann auchDeiner großen Treue, Deiner vielen Sorgen und Mühen fürAndere und Deines vielen Kummers über unsere elende Zeit.Nur einen Trost hast Du: was Dich betrübt, betrübt auchJesum, nämlich die Sünde, die Bosheit, die Blindheit derer,welche die Kirche verfolgen, und so kannst Du Deine Trauer,vereint mit der Betrübniß des Herrn, als ein giltiges, werth-volles Mitleid in den Armenstock der Kirche werfen, und Duhast das Deinige gethan.
Ich lebe nun in München und bin hier, durch GottesErbarmen mit mir, Mitglied einer lieben, frommen, bürgerlichenFamilie geworden, und es geht mir, sowie ich es gern habe,über alles Verdienst recht sehr gut. Ich wohne mit ProfessorSchlotthauer, dem eigentlichen Hausvater der Malerakademie,wie sein älterer Bruder, zusammen, und da er keine Kinder hat,sorgt seine fromme, demüthige Frau für mich, daß es mir nieso gut gegangen.