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2 (1855) (1855)
Entstehung
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280
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zu ersticken, heute Morgen geht er wieder umher und ordnetdas Seine.

Merkwürdig ist, daß er das vorige Jahr und öfterbestimmt sagte, er werde nicht als Bischof inthronisirtwerden, und wirklich ist seine Ernennung durch unverzeih-liche Nachlässigkeit des Münchener Nuntius, der die Berichtenach Rom liegen ließ, bis jetzt noch nicht erfolgt. Wahr-scheinlich kommt seine Ernennung ein paar Tage nach seinemTode. Hier, wo er seit mehr als fünfzig Jahren wie einHeiliger wirkt, von Morgens vier Uhr bis zur Mitternacht,sind alle Armen, alle Kinder, alle frommen Seelen in Trauerund Gebet. Bete auch Du ein Vater unser! Er hatte dichrecht lieb!

An Denselben.

NeMLlmrg den 21. April 1855.

Deine Theilnahme an dem Verluste des seligen Wittmannist gerecht. Die treffliche Leichenrede Dicpenbrock's, welche hierund überall große Anerkennung gefunden, vermochte nur dasschwächste, äußerliche Bild von diesem wunderbaren Mann auf-zustellen. In seinem geheimen, inneren Leben, in das er Niemandschauen ließ, in welches aber durch den Willen Gottes doch einreicher Blick zufällig veranlaßt worden ist, kommen alle jenewunderbaren Ereignisse und prophetischen Zustände vor, welcheman heutzutage gern aus dem Leben der Heiligen herausläßt.

Über jede Viertelstunde seines Lebens hat er, wie dergenaueste Buchhalter, seit langen Jahren Rechnung geführt, undso er eine Minute verlor, glaubte er seine Seligkeit zu verlieren.Gott hatte ihm befohlen, so zu thun, darum war das stete rastlose