Druckschrift 
2 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
258
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2S8

mit der Nase und Streusand mit dem Sandmännchen in denAugen. Ich armer Schelm weiß auch gar Nichts.

Freudiges kann ich Niemanden schreiben. Soll ich meineliebe Freundin betrüben, da sie mir nicht helfen kann, weil siedie Mutter Gottes nicht ist? Ich arme Pilgerin bin mit großenSchätzen beladen, und habe keine Stätte, keine Hilfe, keineHeimath, keinen Rath, keinen Trost, und bin ganz allein undohne genügen könnenden oder mögenden Freund oder Freundin.

Ich könnte Dir ein Liedchen singen von Jammer und Leid,und gänzlichem Mangel an was, wo, wie, warum, wenn ichmeine verstimmte Leier nicht vernünftiger an den WeidenBabylons aufhängte.

Welches er-Stickmuster von Periodenbau! In Bezug aufdie gute I. sende ich Dir ein Lied, das ich damals an sieschrieb, da sie ihre Gedächtnißfeier des Abendmahls gehaltenund ich sie zu Dir gebracht. Möge, was ich damals prophetischgebetet, auch an ihr erhört werden.

Meine Jrrthünier in diesem LiedeWecken meine, so wie deineSchmerzen tief im HerzenImmer wieder, wiederAns;

Aber leider, leider, leider!

Thränen, Sehnen, GähnenLöschen, Wäschen

Sie im Fließpapier, SiegspanierUnsrer Wehmuth, DemuthImmer wieder wiederAus.

Denn wir lachen, machen Sachen,

Solche Dinger für die Singer,

Lieder drans,

Vor den Mieder einen Strauß!