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2 (1855) (1855)
Entstehung
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antworten zu lassen, daß durch unglückliches Verschieben Sie dieArbeit gar nicht mehr machen wollen, oder daß durch zu langesArbeiten daran, was beim Steindruck schier immer der Fallist, sie im Abdruck mißlungen ist, oder daß Sie mir hiebei Ihreersten Skizzen zuschicken, daß ich sie kann stechen oder lithogra-phiren lassen, oder daß Sie mir gar nichts senden, aber injedem Falle, daß Sie mir eine bestimmte Antwort und keinen. Aufschub melden lassen; denn meine Geduld fängt an und willaus allen Näthen reißen, und nur Eins möchte ich Ihnenersparen, nämlich das Gefühl einen Menschen, der Ihnen sehrwohl will, geärgert zu haben,

Gott helfe Ihnen mir zu helfen!

Bon ganzem Herzen Ihr ergebener

Clemens Brentano,

An eine Mgere Freundin.

Frankfurt a. M. den 27. Ortalier i>.

Liebe Freundin!

Es ist eine dankenswerthe Beschämung, daß Du mir schreibst,da ich Dir so viele Antwort schuldig, als auf wie viele Briefeich nicht weiß.

Was aber soll ich Dir schreiben, das Du nicht wüßtest,und das ich oder Andere Dir nicht Alles gesagt und geschriebenhätten! So wahr als Gott lebet, schon jetzt sitze ich und weißauch keinen einzigen Gedanken, der es würdig wäre Jemandenmtgetheilt zu werden. Ich finde Dich weit glücklicher hierin;Du schreibst im Namen Gottes und der seligen Schreibsceliaselig den Leuten liebe Briefe und machst einschlafend Punktum

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