Druckschrift 
2 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
259
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2SN

Weißt Du noch und ärgert Dich noch:

Sie trug an ihrer RippeDen schönsten Blumenstrauß,

Der Tod mit seiner Hippe,

Der tanzte ihr voraus;

Und als sie an den Brunnen kam,

Da that sie einen Sprung,

Und träumte einen Nonnentraum,

Und war gleich wieder jung.

Vielleicht kann es I. rühren, wenn Du sie an die im Liedeangestrichenen Verse erinnerst. Wäre die Wahrheit auf ihrerBahn, wie könnte sie noch jetzt sehnen und suchen? Stelle ihrdiese Sehnsucht als eine unschätzbare Gnade des anklopfendenJesus vor. Ach! sie soll ihn nicht vorübergehen lassen! Oft istdie Gnade nur ein Moment der Reife, den wir nicht,versäumendürfen, so der Gärtner nahe steht, der ihn sammeln will in diehimmlische Vorrathskammcr. Ist der Moment vorüber, so fallenwir selten in des Herrn Hand, sondern verdorren an dem Zweigoder fallen an die Erde nieder, eine Speise des Ungeziefers.Lasse sie beten, und bete für sie, und bete mit ihr um Stärke,Ausdauer und Erkenntniß

Gott segne Deinen guten Willen. Es ist das Beste undEinzige, was zu geben er werth ist, es ist das höchste Liebes-werk, denn es schließt die Sakramente und alle Gaben insich, die Gott der gefallenen Menschheit gegeben zur Erlösung.Außer der Kirche ist nichts als die Zeit, die aber ist schlechtund kurz, dann aber kommt die Ewigkeit. Gott helfe Allen

hinüber!

Ich danke Dir für das, was Du etwa zu VerbreitungmeinerBarmherzigen Schwestern" kannst gethan haben,

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