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Overkamp, der um eine angemessene Anstellung oder seinePensionirung bat, hat die letztere erhalten; man hat ihm dieverdächtige Gunst zugefügt, die Pension außer Landes zuverzehren. Alle wohlgesinnten Leute sind betrübt, diesen sehrtalentvollen, rechtschaffenen, christlichen, verträglichen, wahrhaftenund bescheidenen Mann hier zu verlieren, und man zieht ausdessen Entlassung unvorteilhafte Schlüsse auf den Geist derPartei, welche in Bayern die Oberhand haben müsse, daMenschen von seinem Talent und Charakter eben nicht imÜberflüsse sind.
Ebenso macht die hohe diplomatische Rolle, welche derB . . C . . spielt, einen eigentümlichen Eindruck im Ausland.Es ist charakteristisch für die papierne Zeit, und wir dürften'einstens die Leipziger Buchhändlermesse als einen Congreß derhohen Mächte erscheinen sehen. Es ist dieses eine andere Artvon Maitressenregierung und läuft mit Rothschild, der Zeitungs-influenz und den Neunkreuzer-Editionen parallel. Die großenGebäude erscheinen nur wie Papierbeschwerer, damit die Sonettenicht hinweggeweht werden.
Von Görres trefflicher Recension der Königsgedichte hörtman nirgends ein Wort sprechen.
Christian hat von einem armen Maler und Vetter vonuns, Brentano, nach einer sehr guten römischen Abbildung denheiligen Vater Pins VIII. in groß Quart recht hübsch lithogra-Phiren lassen; es wird zum Besten des armen Malers, welcherein höchst frommer und bescheidener junger Mensch ist, zumZwecke seiner Reise nach Rom zu Overbeck um 36 Kreuzer dasStück verkauft. Christian hat hundert Exemplare an Benkertim Würzburger Seminar zum Verkaufen gesendet, so Du eineAnzahl absetzen kannst, schreibe, wie viel ich schicken soll, es istfür einen excellenten Menschen. Ich freue mich, daß er unserenNamen trägt, er wird ein guter Künstler werden, und ist ein