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aus der Passion von der Emmerich, und sie nahmen es Allemit großer Freude und Erbauung auf, gerade wie die Damenill, Sucre Coeur zu Paris Dann ging ich nach Stäffis (Estavayez)am Neufchateller Sec, wo ihr Noviziat dicht am See liegt. Siehaben es nebst der Kirche neu gebaut, mir auch unerquicklich,und wo es wirken oder rühren will in Formen, theatralisch undmit falschem Effekt. Die Männer aber selbst von verschiedensterArt, alle in einer geistlichen Sitte gebändigt, ruhige, abgetvdteteZüge, Wange und Mund immer gesammelt, hörendes Ohr undscharfer, selten durchdringender Blick; wo aber bei Wenigen auchdas Auge, das sich immer verräth, ganz voll Frieden und Liebeist, da sind es hinreißende Menschen; so fand ich van Lille,jedoch soll er krank sein.
Ich fand übrigens Alle sehr unbefangen und liebenswür-diger, als unsere Priester, jedoch noch keinen in der Freiheit derHeiligen; es war eine schöne Zucht der Züchtigkeit. Das fällteinem nur hier ein, weil die Leute wirklich unterwegserschienen, die Anderen aber stets in der Herberge liegen.
Es sind in Freiburg viele Klöster, Ursulinerinnen, dieungemein fromm erscheinen, mit großen Schulen und Pensionat,sie suchen, glaube ich, eine gebildete deutsche Lehrerin. Sie sindnicht weit von den Jesuiten, und diese sind ihre Väter. AuchVisitantinerinnen, Cistercienserinnen, Kapuziner u. s. w.
In Luzern zurück, saß ich wieder einige Tage Abends amSee, aß bei Kapuzinern auf dem Berge gut, und sah zweiKapuzinessen, wobei die Nichte meines Hausherrn, ChorherrnWidmer, von diesem einkleiden. Ich saß bei dem Pater Guardiandicht am Altäre, Manches war rührend, aber eigenthümlichüberraschend, und nur für die Einfalt und für das Verständnißnicht störend, als die beiden Nönnchen sich plötzlich umwendetenund geschwind mit eintönigem Nasenton im Schweizerdialect eineauswendig gelernte Abschiedsformel von ziemlicher Länge gegen