Druckschrift 
2 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
215
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gezeigt haben. Ich kann die ewigen nackigen Buben undMädchen nicht leiden. Alle, höhere Kunstunschuld wird derTeufel holen, wenn sich auch nur das ärmste Lamm je daranärgern sollte.

Ich umarme Sie herzlich. Grüßen Sie mir Cornelius,und bestellen mir die Abgüsse der Fischerschen Apostel, womöglich einen Christus und eine Maria dazu, ich will sieHerrn Diez schenken.

An

r. r.

Mit kraemissis graetermissis, d. h. ohne Witz, schöne undprofunde Gedanken, ohne Citate aus dem äuro esnoinco undpubiico, ohne Entschuldigung, ohne Dankversicherungen, ohneAlles, was ich hier selbst ohne Porto eben so gut fabricirenkann, und zwar nach meinem Geschmacke, bitte ich Sie, dannund wann, und vorerst gleich um einen Brief, worin Sie mirmelden, wie es Ihnen dort geht, was Sie machen, was manmit Ihnen macht, wie es Görres geht, wie man ihn aufnahm,wie seine Collegien besucht werden, wie er gefällt. Was dortzu hoffen ist fürs Gute, ob doch Etwas, woran ich nicht zweifle.Wen Sie kennen, wen Sie lieben. Wie es mit Adam Müllersteht. Kurz Alles, was eine gute Base nach Haus schreibt.

Was haben Sie für Aussichten mit Kerz Journal? Wannbeginnen Ihre Arbeiten? Vielleicht kann ich Ihnen hie und daeinen Wink geben, der das Interesse anregt; ich habe Fühl-hörner und bin einfädelnd, Brücken bauend, und komme dochnie hinüber.

Schreiben Sie; aber Sachen!