machen, eine in etwas ausgeführterem, doch nicht zu kostspie-ligem Stich, die andere in wohlfeilstem Steindruck. Wenn esgehörig aufgegriffen würde, könnte durch dieses Unternehmenein ganzer Fonds für arme Künstler gewonnen werden. Eswäre eigentlich Etwas für das Städelsche Institut, ja für Sieselbst, wenn Campe nicht allein reich dabei werden soll. Ichzweifle nicht, der König würde sich selbst dafür interessiren,wenn ihm die Sache von den Künstlern dargestellt würde. DieSache ist sehr an der Zeit, es fehlt an einer wohlfeilen undschönen Bilderbibel, und es würde der Kunstsinn sehr dadurchgehoben werden. Ich bitte Sie, dieses, ohne Etwas von mirzu erwähnen, dort auf das Tapet zu bringen und auch gleichdie Ausführung vorzubereiten.
Ich danke Ihnen herzlich für die Notiz über Louisd'Estival; sie ist mir sehr lieb. Könnte ich auch das Verzeichnißseiner Schriften haben; ich meine, Sie schrieben cs stehe in derllioArsplne universelle.
Ihre Nachricht von der glücklichen Berheirathung des
ehrlichen H. freut mich; möge er ein frommes und
getreues Kind der Kirche gewonnen haben, die sein Herz auchdem Herrn zu gewinnen wisse, es werden so doch wenigstenseinige Seelen der Kirche gerettet werden und an ihren Gnadenemporwachsen. Möge er nur Gutes erleben, und kein Unglückals solches, das zum Heil führt.
Der Maler Götzenberger besuchte mich. Wenn der Menschnur nicht so demüthig-eitel, nicht so unheimlich-vertraut wäre;es wird mir nie wohl bei ihm. Er hat viel Talent zur Farbe,aber gar keine Tiefe der Erfindung und leider auch keineunschuldige Oberflächlichkeit. Ein Künstler ohne tiefe Religio-sität wird nie groß werden, nie größer sein als der Geschmack.Er hat mit der Arnim gezeichnet, mit Ihrer Freundin, meinertalentvollen Schwester; er wird Ihnen die Durchzeichnungen