208
Von Preußen aus schnürt man alles Katholische auf dielistigste, höflichste Weise; man verdirbt die Schulen, indem manden katholischen die irreligiösesten, schlesischen Katholiken zuProfessoren gibt, keine geistliche Lehrer mehr zuläßt, und dieGymnasial-Gottesdienste beschränkt und auflöst.
Alle Schmähschriften gegen die Kirche und Jesuiten gehenaus den Würtemberger Demagogischen, Altenburger und LeipzigerFreimaurer-Buchhandlungen aus. — — — — — —
Unser Bischof Brand in Limburg soll sich in Etwaszusammennehmen, er hat ein geistliches Correctionshaus ein-gerichtet und zwei Pfarrer zu Kaplänen degradirt. — — —
Du könntest nebst hübschen Gebetbuchsbildern, auch einigekleine Marien- und Christusbilder, etwa von Alabaster, fürmeine Rechnung nach Frankfurt spediren. —
In Holtwick ist noch Alles wohl, Diepenbrock hat seineStelle niedergelegt und beginnt zu quiesciren u. s. w. — —
Ein vierzehnjähriger Bauernknabe in einsamer Hütte dortherum, ißt seit Jahren nicht, spricht von Engeln, und weint überdie Welt. Appel war bei ihm. Man will ihn untersuchen.
Der Pfarrer von Haltern, der auffallende Heilungen gethan,ist auch versetzt, aber guter Dinge. Im Luzernischen ist Priester-heilung sehr allgemein geworden. Kaufmann hat Gügler's Stelle.
Das ist ungefähr Das, was ich für Dich weiß. Komme,Dü sollst große Freude an Diezen's Familie haben, sie liebenDich brüderlich. Wenn ich Deine Reise genau weiß, kann ichDir entgegen kommen. Du wirst manche aufgelebte Richtung hierfinden, die Dich erfreut, und mit Rath allerlei Gutes veranlassen.
Bete für mich, und bleibe nicht lange aus.