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2 (1855) (1855)
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niederschlagend, daß es aus der Geschichte beweislich ist, wiealle die unzähligen Schul-, Armen- und Krankenanstalten,welche viele Jahrhunderte hindurch die Christen gelehrt undgeheilt haben, nur allein aus dem christlichen Willen einzelnerfrommer Menschen gedeihlich hervorgegangen sind, und wie imGegentheile die weltlichen Behörden höchstens gezwungen durchden Erfolg anerkannten und gelegentlich zerstörten und verschleu-derten, ohne je etwas Probehaltiges zu Stande bringen zukönnen. Was aber in allen solchen Aufgaben nicht von demChristenthume, sondern von allgemein menschlichen Modebegeiste-rungen ausgeht, wird die Mode und den Zeitgeist nie überleben.In einem Menschenleben haben wir den Basedow, Campe,Salzmann und Pestalozzi von allen kaiserlichen und königlichenund philosophischen und philanthropischen Posaunen begleitet,beklatscht über die Bühne ziehen und schimpflich ausgepfiffen zuGrabe gehen sehen, und was nicht vom Christenthum ausgeht,wird desselben Weges gehen.

Weil dieses aber gerade Das ist, was die Welt will, sowird sie selten dadurch gewitzigt werden.

Hätte ich solche Aufgabe, ich würde einen Mann, wieSteingaß etwa, der Schul- und Welt-verständig, durchauswohlgesinnt und sittlich und nach keiner Seite bizarr, einseitig,eigensinnig oder pedantisch ist, in den Ferien eine Reise machenlassen zur Einsicht der verschiedenen Schulgenossenschaften dieserArt, um aus seinen Berichten und Ansichten meiner Anstalt eineQuelle aus irgend einer zuzuleiten, denn auch die Schulen sindBrunnen, zu welchen man Quellen suchen muß.

Weiter weiß ich Nichts, als Gott segne meinen und jedenguten Willen!