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Der unglückliche Mann scheint seinen Sinnen unterlegen zu sein,denn seine Überzeugung war katholisch.. Die Sache hat einallgemeines Aufsehen gemacht, welches selbst von protestantischerSeite nicht vortheilhaft für ihn ist.
Du fragst nach v. d. Meulen's Lage. Er ist arm, abervortrefflich, von dem größten priesterlichen Ernst und Haltung,er betet sein Brevier selbst auf der Reise gewissenhaft und istein Muster, eine Ehre des Priesterthums und der Menschheit.Als Mitglied einer Pricsterschule von größerer Disciplin undAufgabe würde er der größten Wirkung fähig werden. Ohneauf Unkosten seines heiligen Standes weltgefällig zu sein, wirder von Jedermann geliebt und verehrt.
Über den preußischen Consistorialrath und Generalcensorund Delegat der Universität, von Beckedorf, einen Freund vonmir, dem der König sein persönliches Vertrauen geschenkt hatteund der, nach offener Erklärung an den König, in Regensburzbei Sailer katholisch geworden, ist Sailer höchst erfreut. Sailerhat eine schöne Rede dabei gehalten, hat eine Herzensfreund-schaft mit ihm geschlossen und ist in steter Correspondenz mitihm. Beckedorf hat alle seine Stellen verloren und lebt aufeinem Gütchen in Pommern; seine Conversion hat dort sehrbetroffen, jetzt suchen sie ihn schlecht zu machen.
Schier alle Convertiten sind sehr bedeutende Leute vonEinsicht und Frömmigkeit. Besonders zeichnet sich ein Regie-rungsassessor von Prewink aus Hinterpommern ans, der jetzt inMünster im Seminar ist. Er ist ein tüchtiger Mann, etwasechs und dreißig Jahre alt, von sehr ausgebreiteter Sprach-kenntniß, historischer und literarischer Gelehrsamkeit und ein sehrsinniges, ernstes und kräftiges Gcmüth. Er ist seit etwa achtJahren Katholik, aber arm und studirt durch Unterstützung derStolberg und Anderer. In Münster will er nicht bleiben, undweiß noch nicht wohin; zum Lehrer an einer Jesuitenschule wäre