Druckschrift 
2 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
176
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des Abdrucks gespart, und das Format kann doch klein Octavsein. Die Charitas Pirkheimer ist z. B. in Duodez. Ichersuche Sie ein Format zu wählen, etwas kleiner als dieCharitas, und verschiedene Papiermuster sich geben zu lassen undmir zu senden. Sie thun wohl in zwei Druckereien nachzu-fragen und die Lettern zu wählen, Sie haben ja ein richtigesGefühl darin. Nachher sehen wir wie sich der Preis zu hierverhält, und Herr Hölscher accordirt mit den Leuten. In Offen-bach druckt man recht hübsch. Es muß ja nicht luxuriös, sonderngefällig und mäßig sein. Ich wünschte, daß das Ganze in Heftezerfalle, was zum Verkauf vortheilhaft ist, .und daß es nach undnach könne abgeliefert werden broschirt. Herr Diez meint, eineAuflage von fünfzehn Hundert; er glaubt vielleicht durch Barm-herzigkeit etwas davon abzusetzen. Es kommt nun bei dieserSache auf Ihre Liebe an zu diesem Almosen, ob Sie etwa miteinigen anderen Freunden die Correctur übernehmen wollen?Aber, mein Gott! es ist ja mehr dabei zu thun; der Stil istso nachlässig und einzelne Partien sind gewiß unaussprechlichschlecht. Ich erinnere mich oft des Ekels bei den letzten Vor-lesungen. Ist es wohl möglich, daß Sie das Manuscriptdurchlesen und ohne alles mindeste Vorurtheil denn IhreLiebe, Geliebter, hat sehr große! was gar zu ledern gedehntist selbst zusammenziehen, oder wo Sie es nicht vermögenes von einem anderen Freund thun lassen. Vielleicht hülfe derliebe Thomas, oder gar Frau Willemer, die so viel Sinn undTalent hat: das wäre ja ein rechter Liebesdienst. Besondersflehe ich dringend. Alles, was im mindesten ein reines Herzverletzen könnte, doch ja zu vernichten, damit nicht mehr Schuldauf mich komme. Es wäre eine ganz eigenthümlich liebevolleliterarische Arbeit, wenn Sie das mit einem Freundes-Comite,worunter Frauen wohlthätig sind, durchführten; es wäre eineLeichenbereitung und Balsamirung für ein Produkt, das todt indie Welt geht, Almosen zu sammeln.