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2 (1855) (1855)
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macht und nun halte ich mein Jubiläum und besuche täglich,als ein armer Sünder zu Gott flehend, meine vier Kirchen.So traurig zerrissen auch die deutsche Kirche durch die Folgender Sünden und der selbstrechtfertigenden Reformation ist, soarm daher die Mittel zur Handhabung einer so wohlthätigenBuß- und Gnadenanstalt sind, bringt doch die allem Kirchlicheninwohnende Gnade einen ungemeinen Segen hervor. Die armen,schwer bemühten Seelsorger können ihre Freude nicht genug überdie häufigen Bekehrungen, Aussöhnungen, Wiedererstattungen undGeneralbeichten vom ganzen Leben aussprechen. Die Gemeindenempfinden eine eigne Freude des Verbandes unter einem Haupte,das ihrer aus weiter Ferne mit Liebe gedenkt und ihnen geist-liche Gnaden spendet, welche sie mit allen ihren Brüdern aufder Erde theilen, mit denen sie so gern eins sind, da sie allesich durch Buße reinigen.

Das Geschrei über den Ablaß war so Mode wie über dieJesuiten, und die Gegner wundern sich jetzt, daß das gar einso unschuldiges, ja liebes Thun ist, und sind theils gutmüthigverdrießlich, daß sie nicht auch ein so wohlthätiges, Christ-freu-diges Institut haben. Sollten Sie Lust haben, etwas wenigesGründliches darüber zu lesen, so finden Sie es in dem kleinenJubiläumsbüchlein vom Domherrn Diez in Würzburg, füreinige Kreuzer, schön abgehandelt.

Ich bitte Sie noch um einen Liebesdienst, nämlich mir beidem Tyrolcr Stofflese in der Saalgasse zwei recht schöne Cru-cifipe auszusuchen, von ihm gleich mit allem Zubehör einpackenund in unser Haus senden zu lassen mit dem Auftrag, sie gleichmit Postwagen an mich zu schicken. Er wird die Zahlung aufdem Comptoir erhalten; ich habe es Georg geschrieben. Näch-stens mehr.

Sie versprachen mir Ihre Doublette von Taulerus, Thomasversprach mir auch ein Exemplar; bitten Sie ihn darum. Der

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