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gelitten, das in Straßburg sehr häufig ist, der Aufenthalt istihm sehr schädlich. Sein trefflicher Sohn Guido hat inBonn eine sehr schwierige philologische Preisaufgabe mitungemeinem Lobe gewonnen und ist jetzt zum Vater zurück.
Ein Meer alter Schmähschriften gegen die Jesuiten strömtvon allen Seiten heran, die gute Meinung für sie erwacht invielen redlichen Gemüthern. Sie scheinen nicht ohne Antheilan der Cöthenschen Bekehrung.
Das Jubiläum ist nun im Preußischen verkündet. Die Geist-lichen hier im Trierischen thun ihr Möglichstes, Alles geht auchohne aufzufallen oder zu stören stille voran, viele Leute thunGeneralbeichten, aber es ist schier gar keine Vorbereitunggewesen. Die Protestanten ärgern sich nicht; ich meine siewünschen in der Stille, sie hätten auch einen Ablaß zu gewinnen.Der Ablaß ist ihnen ein so verschrienes Ungeheuer, und nun daer da ist, will er sie gar nicht erschrecken, sondern gefällt ihnenhalb und halb. Die Nassauer allein haben die Bulle zurück-geschickt. Das Jubiläum im Trierischen ist schon auf sieben-maligen Besuch der vier Kirchen reducirt, die Bayern müssenfünfzehnmal, die Römer mußten dreißigmal gehen. Man machtes den Leuten gar zu leicht. Es wäre dieses eine sehr schöneGelegenheit gewesen, die deutsche Kirche in ein Einheitsgefühlunter sich und mit Rom zu bringen, wenn die Bischöfe ein unddasselbe Gebetsformular und dieselbe Ablaßerklärung angenommenhätten. So aber ist jedes anders und viele haben keine Ablaß-erklärung. Eine recht vollständige hat das Jubiläumsbüchleinvon Würzburg; dieses nennt Ablaß der zeitlichen Strafen hierund jenseits, andere sagen nur Ablaß zeitlicher Strafen, über-haupt bleibt der Begriff schwankend. Zn jenem römischenBüchlein finde ich große altväterische Einfalt der Gebetsweise.Zm Trierischen sind unter den Betrachtungen der selige Picusde Mirandola, Rnsbroch, Taulerus citirt, für die Leute ganz