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2 (1855) (1855)
Entstehung
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Schwester waren verreist, Verwandte zu besuchen, ehe sie mitAugust ein eigenes Häuschen bezog, das eben ausgeflickt wurde.

Der Lustigmachcr aber versetzte: ,,Was soll sie viel in sich haben, alsdas; man nicht warten sott, bis einem die gebratenen Tauben ins Manlfliegen. Jetzt wird ja ein grobes Schiff mit vier Mühlrädern, die derHans Dampf treibt, in Holland gebaut; da kann der Mütter sich draufanstelle» lassen, da fehlt's nicht an Dampf und Wind und Wasser, und dakann die ganze Compagnie mitfahren, wenn sie Verwandte in Batavia hat,und auf die Erbschaft warten. Es haben ein Paar tausend Mann auf derMaschine Platz. Ich will hier einstweilen bei dem Geni-vre-Gläschenwarten, bls.es Etwas von euch zu erben gibt; denn auf Batavia ist Sterbendas tägliche Brod, das Erben aber Pfefferkuchen. Es ist ein gutes Land,gleich in den ersten Tagen, wenn man spazieren geht, kommt Einer hintereinem her, einen neuen Nock anzumessen."

Das wäre gut für dich, Hans," sagte der Müller, ..deine Jacke wirddoch bald im Garten auf der Stange hängen müssen, die Vögel fressen unssonst die Erbsen gar weg."

Nein," sagte der Lustigmacher,ein solcher Nock ist besser für dich,wenn dn dir Räder dran machen läßt, kannst du drin spazieren fahren,die Schneider sind cnrios in Batavia, sie messen mit dem Maßftab an, sieschneiden mit der Säge, sie bügeln mit dem Hobel, sie nähen mit hölzernenZapfen und füttern mit Hobelspänen,"

Nun, nun." sagte.der junge Priester, ..jetzt haben wir den Rock, esist ein Staatskleid, und hat ein Kreuz auf der Brust, es ist ein Sarg,wovon du sprichst, da kann ich wieder auf die Erbschaft kommen. Ihr wißtwohl, daß uns Christen allen ein solcher Rock bcvorsteht, daß wir Alledieses Kreuz über der Brust tragen werden, welches nichts Anderes ist, alsdas Ehrenzeichen Desjenigen, der am Kreuze für uns gestorben ist und mitdem wir als seine Erben bezeichnet werden müssen. 'Nun aber, wie haltenwir es. wenn uns die Erbschaft anzntreten verkündigt wird? Ach, diemeisten bleiben am Ufer sitzen, wie der einfältige Peter, und warten aufdas Ablaufen des Flusses." Und nun erzählte der junge Priester die Deu-tung jener Parabel auf stetes Verschieben der Bekehrung, auf stetes Harren,bis Dieses oder Jenes erst vorüber sei; und bas Spotten der Zuhörer aufden Einfältigen, verharrend am Ufer sitzt, war auf sie selbst zurückgefatlen,und sie waren Alle eines Bessern belehrt.

Da war es Abend und die Leute mußten nach ihren Hütten kehren.Sie dankten ihrer-Herrschaft herzlich für den freudigen Tag und demjungen -Priester für die schönen Geschichten; sie wollten sich die Auflösungwohl merken. Dann zogen sie mit ihren Thüren und Bänken und Flachs"brechen wieder ab, und der ehrliche Müller drückte dem jungen Priesterdankbar die Hände und ließ sich freudig auf der Schiebkarre wieder heim-