Druckschrift 
2 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
140
Einzelbild herunterladen
 

14 «

Ich selbst arbeite noch immer am Register über meinewirklich stupenden Manuscripte, um nach einer Uebersicht desGleichartigen, die Arbeit des Ganzen zu überschauen und zubeginnen. Wie nöthig wäre mir vertraute, geistreiche Hilfe! Auchdieses hat' Gott unter furchtbarer Mühe und großen Leidengegeben, und wer davon genießt, hat große Freude nnd Ermun-terung dadurch.

Lieber Bruder, lasse mir doch manchmal bei Sauet Clemenseine Messe lesen nnd bete für mich, ich bin oft ganz schwer,todt nnd müd, und habe schier keine innere Erquickung, denn ichweiß nur wie es sein sollte, und kann gar Nichts.

Tausend, tausendmal Gruß und Dank und Gottes Segen!

An einen Züngern Irrund.

LMeiis den 3. Juli M6.

Es ist abscheulich heiß, ich bin schier zum Schwitzen zufaul, und komme von einer Dampfschifffahrt nach Wesel zurück.Ein melancholischer Engländer, der mit einer unendlichen Angel-ruthe und mit nachgemachten Mücken um die Erde reist, abernichts Anderes fischt als Forellen, die er selbst in den Nilquellenaufsuchte, plagt mich mit seinem schweren Französisch, und seineliterarische Frau will mit aller Gewalt wissen, welcher Autorich sei. Ich muß dergleichen sein: das hat sie weg, und siemöchte mich so gern in die Memoiren setzen, die sie abwechselnd ^in der großen Cajüte mit ihrem llescntor ckell' oncks schreibt,aber ich weiß ihr Nichts anzugeben.