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Wir fuhren durch den Schwarzwald, das herrlichste Volk,das ich je sah, über Freiburg und Kehl nach Straßburg zuGörres, wo Widmer noch einige Tage war, sie stifteten eineinnige Freundschaft.
Görres Arbeiten im Katholiken, wo nach äo Maütrs diePolemik zuerst sehr großartig und genial und gerecht, unddennoch derber, zerschmetternder als je ausgeübt wird, bringenein höheres Bewußtsein in viele verstehende Glieder der Kirche.Gügler, ein durch und durch gutmüthiges, geniales und demü-thiges Gemüth, hat besonders große Liebe und Verwandtschaftzu Görres. Ich habe diesen einsamen, seltsamen, herzlichenLacher sehr lieb gewonnen. Geiger ist für seine Zeit und seinAlter eigentlich der allgemein wirkendste, genialste von denLuzernern.
Ich habe viel mit Widmer besprochen und besonders überdas so traurige, theils sehr ungerechte und immer sehr unwür-dige Verkennen und Schmähen ans Sailer, das sich einen ganzbestimmten Weg durch Deutschland zieht, den ich ziemlich berührthabe. Ich hatte in ihm den Plan erweckt eine Schilderung vonSailer's Geist und mächtigem Verdienst in seiner Zeit nebstderen Charakteristik auszuarbeiten: gewiß ein sehr wichtigesWerk für die deutsche Kirchengeschichte, denn er hat lange dieReligion unter den Anfechtungen der Aufklärung und des Jllu-minatismus getragen und gehalten. Er nahm sich es fest vor,Sailer aber hielt es noch für zu schwierig; ich fürchte sehr, wiedie Parteien jetzt stehen, wenn Sailer stürbe, würde er mannig-fach sehr ungerecht behandelt werden. Seine jetzt sehr geachteteStellung in Bayern ärgert seine Feinde und macht sie aber auchtheilweis kriechend; er aber bleibt nach wie vor demüthig, armund fromm liebend. Es ist ein durchgeführtes, sehr tiefes undklares Betrachtungsbuch, der christliche Monat, für denKönig von ihm erschienen, das ein neues Licht auf ihn wirft.