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2 (1855) (1855)
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frommer Mann ist, voll Sinn und Würde. Wir waren da überNacht. Räß fuhr am Morgen über Solothurn nach Baselzurück und wir nach Wiflisburg zum Pfarrer, wo Schiffmannauch war; dann nach Wollhusen und Luzern zurück, wo ich nochacht Tage blieb bei Widmer. Ihn und Gügler und Geiger habeich sehr lieb gewonnen, auch Sigrist, und von den jungenLeuten besonders Deinen römischen Gastfreund Echtermann; desist ein gar demüthiger, lieber, frommer Mensch. Mit ihm undSchlumpf fuhr ich gen Engelberg. Wir fanden den diplomatischen,käsizirenden Prälaten und eine Schaar seiner Herrn, worunterauch Schindler, halben Wegs auf einem Recreationsort undbrachten da die Nacht zu.

Von hier gingen wir nach Sarnen und zum Bruder Claus, da ist es gar lieb und rührend, und fuhren dann nachHorn über und wieder heim. Widmer war es lieb, daß ich inLuzern einige Tage blieb, denn Vieles aus den Ansichten derEmmerich schien ihm sehr nützlich für seine jungen Priester,besonders ihre Ansichten vom Magnetismus. Es war nämlichdie Erscheinung des spontanen Somnambulismus in Luzern beimehreren Mägden ausgebrochen, welche sehr viele Arzneienangaben und die glücklichsten Heilungen machten, außerdem ihrenKüchendienst nach wie vor versahen. Eine war magnetisirtgewesen; ihre Bettgenossin wurde nachher auf einmal bei steterGesundheit, von selbst Heilmittel angebend; die Erste verlordagegen ganz solchen Zustand. Sie sah unaufgefordertdie leidendsten Kranken Abends im Schlaf und sagte:Dersoll dies, der jenes thun" u. s. w., und ihr Hausherr hat schonein Buch zusammengeschrieben von Arzneimitteln.

Eine Andere thut dasselbe und erklärt sich zugleich heftiggegen Magnetismus, als höchst gefährlich, empfiehlt Priester-heilung u. s. w.

Es hatten sich mehrere Priester den Personen (geistlich um