kamen mit den Worten zu ihr: „Nichtwahr, der Pfaff hat Dirdie Wunder gemacht?!" —
Man mißhandelte und untersuchte sie schmählich und wolltesie zum Essen zwingen; sie starb beinahe darüber. Nichts konnteman gegen sie aufbringen, kein hartes Wort entging ihr, siewar die Demuth, die Geduld selbst, sie ertrug Alles um Jesuwillen.
Nach einigen Tagen holte sie ihr Pathe, der arme Tage-löhner, wieder mit seiner Karre, und sie liegt wieder in ihremarmen Bett hinterm Backofen, wie ein friedlicher Engel. AberNiemand außer ihrem Pfarrer, der sie von Kind auf kennt, hatsich ihrer erbarmt.
Aber es ist auch etwas in ihrer Nähe, welches die neueAnsicht in die seltsamste Verlegenheit setzen würde, sollte es beinaher Untersuchung fortbcstehen, Umstände, welche sogar ihrenPfarrer, ihre Hausgenossen und ihre Freunde in eine scheue,schaudernde Angst bringen, und die kein Mensch zu erklärenvermag, die selbst mir und Görres, die unbefangen Allesuntersucht und betrachtet, sehr seltsam und unheimlich Vor-kommen, ohne jedoch in uns Verdacht gegen die gute Apolonezu erregen.
Der arme, sehr brave Pfarrer war erfreut und verwundertin GörreS und mir zum ersten Male Leute vor sich zu haben,welchen der allgemeine Zustand der Apolone ganz glaublich undals öfter da gewesen, ja, und namentlich mir, bekannter erschien,als ihm selbst. Er war sehr offen und froh, und ich gab ihmin Vielem Bescheid, denn ich fand in Vielem Ähnlichkeit mitdem Zustande der Emmerich, und die Wundmale der Händeganz wie die unserer seligen Freundin; das Seitenmal scheintnicht ähnlich. Sie hatte mehrere Wundnarben auf dem Brustbein,die ich nicht genau untersuchen konnte und wollte; ich fühlte garkeinen Beruf an diesen Dingen zu zweifeln, weil die äußere