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der Brust an geregelten Stunden und Tagen, und hatte bereitsan acht Monaten weder gegessen noch getrunken.
Vierzehn Tage hatte man sie Tag und Nacht bewacht undAlles ohne Trug gefunden. Anfangs konnte sie noch zur Kirchegehen; selbst dort strömte das Blut ihrer Wunden. Sie iststark und rüstig erscheinend, liegt aber immer mit geschlossenenAugen und spricht nur flüsternd, kaum vernehmbar.
Sie sagte dem Pfarrer vier Tage vorher: „Ich werdenächstens im Thurme auf Steinen liegen." — Am nächstenSonntag stieg die sonst Todtkranke, während Alles in der Kirchewar, aus dem Bett, kleidete sich ganz festlich wie ein Bauern-mädchen, das zur Kirche geht, au, stieg durch das Fenster derHütte und setzte sich mit Buch und Rosenkranz an einen Zaun.
Ein Bauernmädchen, früher aus der Kirche gehend, siehtsie mit Staunen da sitzen.
„Apolone, wie kommst Du daher? Um Gottes Willengehe nach Hause in Dein Bett; komme, ich will Dich führen." —Da antwortete sie nichts, als mit niedergeschlagenen Augenund leiser Stimme: „Still, still! Ach, Gott will es so. Ach,bete für mich, daß ich es aushalte!" — und deutet mit demFinger und sagt: „Da kommen sie! da kommen sie!" —
Die Anderen konnten gar nicht begreifen, was sie wollte.Sie war aber wahrscheinlich in hellsehendem Zustande, dennsiehe! plötzlich zogen die Gensd'armen von Straßburg um dieStraßenecke und packten sie. —
„Haben wir Dich, Herr Gott von Homert? — ^Ii, eile n'apas peur In eanaüls!"
Da warf man sie auf eine Karre und führte sie unterHohn und Spott zwei Stunden durchs Gebirg nach Sarburg,wo Hunderte vom Pöbel sie mit Schimpfen und Kothwerfenempfingen und man sie in einen Thurm ans die bloßen Steine,ohne Stroh, ins Gefängniß warf. Die Untersuchungsrichter