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2 (1855) (1855)
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115
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verschworen schien, und man ihrem eignen Pfarrer von Obenherab verboten hatte, sie zu sehen u. s. w. Dieser Kaplan,eben im Begriff seine Stelle mit einer Pfarrei zu vertauschenund die Gegend zu verlassen, versprach am folgenden Tag, daer doch hingehe Abschied zu nehmen, uns mitzunehmem Erselbst hatte schon viel Verfolgung wegen ihr ausgestanden; aberbei seinem großen Glauben an sie knaupelte er doch an vielenDingen und Erscheinungen, und auch hier konnten wir nichtklug werden.

Er brachte uns zu einem vortrefflichen, tüchtigen Bürgers-mann in Saverne, dem Bierbrauer Antoni Meyer, der diePerson auch gut kennt; und bei diesem und seiner redlichenFrau erhielten wir erst ein deutliches Bild der Sache, inwelcher einige der fürchterlichsten Einmischungen sind von teuf-lischen Wirkungen.

Apolonia Filzinger, eine arme Tagelöhner-Waise von vierund zwanzig Jahren in dem einsamen Gebirgspfarrdorf Homer-ting, drei Stunden von Saverne, zwei von Sarburg, zumBisthum Nancy gehörig, seit ihrem siebenten Jahre ihremPfarrer als einfach, sehr fromm und fleißig, ja als Lousiientistimoios« bekannt, lebte bei ihrem Taufpathen, einem armenTagelöhner, und diente als Magd in nahen Dörfern, überallals ein Muster der Treue, der Zucht und Frömmigkeit, diejeden Bissen mit den Armen theilte, immer sanft sprach, nieheftig lachte, geliebt und geschätzt.

Diese gute, stille Magd kehrte etwas kränklich zu ihremTaufpathen nach Homerting zurück, saß viel still, und schienmehrere Tage schlafend. Niemand wußte was in ihr vorging.Es war in den Fasten, etwa vierzehn Tage nach dem Tode derEmmerich; da nahm diese gute Seele, wie es scheint, dasKreuz auf sich, das jene niedergelegt. Sie wurde complet

stigmatisirt und blutet an Händen und Füßen, und Wangen und

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