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lichen Weinbauerin bei Colmar, in den Herbst; ich blieb einigeWochen bei Görres in herzlicher Liebe. Seine eigentliche Grund-arbeit besteht in einer Geschichte der Sagen aller Völker,die er mit großen neuen Entdeckungen und einer stupendenGelehrsamkeit alle den heiligen Schriften unterordnet und inihnen lauter falsche Nebengeburten nachweist; ein wunderbargroßes und glückliches, weil ganz kirchlich führendes Werk. Ichhatte viele Freude ihm von dem Meinigen mitzutheilen; dennnie habe ich so ruhig und heiter verstehen und verdauen sehen,selbst das Neueste blieb nicht auf Augenblicke fremd, unddas meiste, was das alte Testament betrifft, bestätigten seineForschungen.
Ich genoß viel Liebe und Gastfreiheit bei Liebermann, undhatte Freude am schönen Gottesdienst und einigen ungemeinfrommen Priestern und auch trefflichen Predigern, und Freudeam altdeutschen Volk in Straßburg.
Görres sagte mir gleich bei meiner Ankunft: „Du kannstwieder von Neuem anfangen, es ist wieder eine Stigmatisirte,die nicht ißt, in Lothringen." Wir erkundigten uns, und dieStraßburger Priester, sich wundernd, daß diese Dinge mir alleso glaublich vorkamen, faßten nun Muth vor ihrer eignen Scheuund erzählten Alles, was sie davon wußten, ein ungeheueres,unauflösliches Gewirr. So interessant es war sich durch dieGeschichten durchzuwinden, muß ich es übergehen, und sagen waswir fanden, denn ich reiste mit Görres und einem Brief anden Pfarrer hin.
Das Örtchen liegt in der Nancy'schen Diöcese auf derlothringischen Grenze. Wir fuhren nach Saverne (wo unsereMutter und Schwester im Kloster gewesen), wovon es dreiStunden, auf einsamem Gebirge, liegt.
Hier waren wir an einen braven Kaplan gewiesen, der derPerson öfters das Sakrament gebracht, weil Alles gegen sie