r»i>
Schwärmerei, die schon vieles der kurzsichtigen UnwissenheitUnbegreifliche aufpacken mußten, erklären. So fern war mandem Wunderglauben gekommen, als die Wissenschaft sich erkecktedas Kirchengut der Wunder sich zu ersäcularisiren.
Wahrhaftig es bedarf nicht die Schlangen aus den Stäbender Pharaonischen Zauberer zu leugnen, um die Schlange ausMosi Stab in ihrem heiligen Werthe zu erhalten, denn diesehat jene gefressen; es thut nicht Noth das irdische, seinenErlöser kreuzigende und götzendienende Jerusalem zu leugnen,damit das himmlische nicht möge für eine Allegorie gehaltenwerden. Was schadet es der Menschheit der zu Gergesa vomHeilande befreiten Besessenen, daß die Teufel in die Schweinefuhren? Daß Bileam's Esel weissagte bringt die Esel um keineStufe hoher, noch kann es die Propheten herabsetzen.
Es gibt eine befleckte und unbefleckte Empfängniß, beidesist eine Befruchtung; die befleckte Empfängniß zeugt und gebärtSünder aus Sündern, die unbefleckte empfing den Erlöser ausdem heiligen Geiste in die jungfräuliche Mutter, jungfräulichvor und nach der Geburt. Alle Wissenschaft aber empfängt,wenn auch in gültiger Ehe, doch immer erbsündlich, leider dochöfter in Hurerei und Ehebruch mit den Heiden; der Glaubeaber empfängt jungfräulich und unbefleckt. Ein Menschenkind,aus Vater und Mutter, mit Fleisch und Blut und unsterblicherSeele, ins Leben hervortretend, ist wahrhaftig ein großesWunder der Natur, und zwar der gefallenen Natur; was aberkann dieses der Gott-Menschheit des Erlösers, am Wunder seinerunbefleckten Zeugung aus dem heiligen Geist und seinem Mensch-werden aus dem Fleisch einer Jungfrau schaden, daß auch erein Menschenkindlein war, und eine heiligste Mutter aus mensch-lichem Geschlechte hatte?
Es bleibet daher eben so ungläubig unverschämt,die Wunder Christi und seiner Heiligen in seiner Kirche und