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2 (1855) (1855)
Entstehung
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Ecken auf. Ein vergessener, weil nie im Zusammenhang ergrün-deter Zustand, welcher die Menschen schon früher in reicheremoder einzelnem Maße besucht hatte, trat wieder au das Licht,eine Lebensform, in welcher man des Teufels und der sündigenNatur und des heiligen Geistes sein kann, wie in jeder anderen,aber leider wie in jeder anderen Lebensform mehr des Teufelsund der sündigen Natur zu sein pflegt, als des heiligen Geistes.

Au diesem Zustande ward vielen bloß wissenschaftlich For-schenden Vieles auf eine natürliche Weise deutlich, was dieselbeWissenschaft früher als unsinnig und widernatürlich verworfenund der Kirche, in ihren übernatürlichen Gnaden, als Aber-glauben und Pfaffentrug vorgeworfen hatte, und die bloßeNatur schien ein Zeugniß geben zu müssen für die Wahrheitjener übernatürlichen Heilformen, die der Kirche, nicht unvoll-kommen, mit Bösem, mit Sündengefahr, Lüge und satanischemTruge vermischt, nicht scheinheilig, schmeichelnd und zauberisch,wie bei dem dunkeln Treiben des Magnetismus, sondern reinund heilig vor dem Gottmenschen, dem Fleisch-gewordenenWorte, in der Priesterweihe, der lebendigen Fortsetzung seineseignen Priesterthums, als ein Erbtheil des lebendigen Daseinsdes Schöpfers und Erlösers bei seiner Kreatur, seinem Eben-bilde, zurückgelassen wurde.

Je geneigter die Naturwissenschaft wurde, ihre neuen magne-tischen Entdeckungen in vielen, früher bei Seite geschobenenwunderbaren Erscheinungen als einen alten verborgenen Schatzder Menschheit nachzuweisen, je unbesonnener sie versucht war,die Wunder des Gottmenschen und seiner Heiligen und dieKraft seines Priesterthums in die, bei ihnen sehr trübe undtheils sehr abgründliche Sphäre dieses sogenannten Magne-tismus und Somnambulismus herabzuziehen: je besorgter wiesendie Theologen ihn von sich ab; ja viele wollten ihn ganz fürnicht da, für Lug und Trug und überspannte Phantasie und