Druckschrift 
2 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
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hat Gott diesen reichen, edeln, freien Geist auf das Gebet dervielen Gemeinden, die er in den Hungerjahrcn erquickt, unterdas sanfte Joch Jesu, an den Bau seiner Kirche geführt!

Welche herrliche Sachen sind auf der Bibliothek zu Straß-burg, und wie wenig geordnet! Ich habe das alte Originalbildder Straßburger Stadtfahne, die Maria, die in Königshofenabgebildet ist, auf Goldgrund, lebensgroße Holztafel, in derBibliotheksrumpelkaminer entdeckt, und wir hoffen sie bald imMünster zu sehen. Es rührte mich, weil ich mich von Jugendan mit dieser Vorstellung herumtrug.

Soeben entdecke ich auf meiner Fensterscheibe Ludwig EmilGrimm's Namen eingekratzt, und grüße ihn herzlich, auch Wil-helm und Frau. Wie rührend wäre mir eS die alten Freundezu sehen, und die mehr als wunderbaren Schätze mit ihnentheilen zu können, mit denen Gott die Einfalt gesegnet hat, unddie er mir in gebrechlicher Form bewahren ließ.

Da ich in etwa vierzehn Tagen nach Koblenz, wo ich beiStadtrath Diez interimistisch wohne, zurückkehre, will ich selbstnach dem Gregor vom Stein suchen.

An srinrn Dru-rr Christian.

Ohne Zlitmii.

Lieber Christian!

Meinen letzten Buchhändler-Geschäftsbrief wirst Du durchHerrn Liebermann erhalten haben, gleich darauf schrieb ichdasselbe mit einigen Variationen an Räß mit dem Auftrag, Dirden Brief und die nöthigen Vollmachten zu senden. Ich selbstkann nichts weiter in der Sache thun. Du schreibst entweder

*) Fällt wahrscheinlich in die Zeit zwischen den Brief an Christian dennApril isrz und IS. März 182«.