Druckschrift 
2 (1855) (1855)
Entstehung
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An Jacob Grimm.

(Nachschrift eines Briefes von Görres, >1. -I. Straßburg2. November 1825, worin es unter Anderem heißt:Clemens,der eben neben mir aufs beste grüßt, rüstet sich morgen wiederabzuziehcn, nachdem er einige Monate hier im Lande bei mirgewesen, nachdem wir uns seit Heidelberg nicht mehr gesehen.Es war mir ungemein lieb, mich einmal wieder mit ihmzusammen zu finden, und wo die Lebenswege sich abermalskreuzten, eine Zeit mit ihm durchzureden und zu vergleichen wiedas Leben jedem verschieden sich gestaltet und eingewirkt. Aberwir haben uns recht wohl verstanden.)

Frllltilsllrs (wohin ich den Brief mitnahm.)

Ich füge einen herzlichen Gruß mit bei. Ich bin mit demtrefflichen jungen Guido Görres, der nach Bonn geht, hieherzurückgereiset. Ich war vierzehn Tage in Luzern und einigenSchweizer Abteien, bei Görres sechs Wochen. Er ist wieimmer in Form und Geberde des Lebens und Gebens; aberden eifrigen, redlichen Arbeiter hat Gott vom Thurm vonBabel zum Tempel von Jerusalem geführt. Er geht schwangermit seiner Sagengeschichte, welche alle Sagen der Völker alsMißgeburten, Conceptiones außer der Mutter u. s. w. nebender Genesis aufstellt. Während dieser Schwangerschaft hatGott ihm aber andere Arbeit zugeschoben. Er schreibt seit1825 viele scharf katholische Aufsätze in das Religionsjournal:der Katholik," aus innerstem Andrang, ohne allen Lohn. SeineTheilnahme an diesem Blatte mehrt sich, und er erscheint indiesen Aufsätzen oft viel bedeutender und gesegneter, als imMerkur. Es ist sehr interessant, ihn in diesen Arbeiten kennenzu lernen; es existiren keine ähnliche Arbeiten. Wie wunderbar