Druckschrift 
2 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
80
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Ich habe Dir mehrere häusliche Andenken der Seligen, ihrSchränkchen, ihre Elle und ihre Geldtasche, so arm, so sparsam,so freigebig, bewahrt.

Grüß Dich Gott!

Clemens.

Ich habe merkwürdige Nachrichten Christian's aus Rom,er ist der intime Freund der Fürstin Hohenlohe, welche Car-dinal de la Genga's Hausgenossin und Freundin ist.

An Dieselbe.

Über die Wandgemälde in der Aula zu Bonn sagtClemens Brentano in einem Briefe vom 6. August 1824 von dort:

.... H. erfand das Bild der Theologie. Rechts stehen diealten katholischen Bischöfe, Päpste, Kirchenlehrer, darunter Ab li-la rd und Dante. Den alten Sailer legten sie in den Vor-dergrund, mit einem Jüngling disputirend. Links stehen dieProtestanten. Sie haben Tertullian und Origines dazu gesetztund lächerlich genug auch den streng römischen Bonifa-zius und den Apostel Paulus. Sailer genüber sollte Schleier-macher! aber er darf nicht hin, weil er in einem Streite gegendie neue Liturgie ist. Nun wissen sie nicht, was hinmachenDie Theologie sitzt gelb, imerig und vermickert, wie eine hyste-rische Dame, die nach Ems ins Bad will, dazwischen. DieZeichnung ist trefflich, die Zusammenstellung ganz unsinnig, nacheiner Ansicht ü >s Neander. Sie componiren die Theo-

logie und kennen das Glaubensbekenntniß nicht. Der Erfinderwußte nichts von der Höllenfahrt.