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2 (1855) (1855)
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Hs

(Aus demselben Briefe.)

Ich selbst Hube leider noch keine Bestimmung wo bleiben,und das macht mir das Leben sehr schwer. Alleinstehen ist

mir schier unmöglich; ich muß immer dienen, sonst werde ichganz zerrissen; ich bin das nun so lange gewohnt. Nun abersind meine Erfahrungen so einsam, daß ich schwer einen Dienstfinde, müd' bin ich auch, und also gar übel daran, darum betefür mich. Lebe wohl.

Clemens.

An einen Düngern Freund.

KMriis den 28. Mai M5.

Lieber Freund!

Ich habe in einem langem Brief an meine Nichte Claudineeinen Theil über mein hiesiges Leben und Weben geschrieben,mit dem Auftrag, es Ihnen mitzutheilen, um doppeltes Schreibenzu vermeiden. Gehen Sie hin und holen sich es ab. Es gehtmir sehr gut. Görres, seine reiche hier befindliche Bibliothek,mit vielen Manuscripten aus Sanct Maximin und anderenKlöstern gesammelt, steht mir stets offen in schönem Raum, mitheiterer Aussicht, in Einsamkeit. Ich wohne zwischen Diezensschönen Bildern, und bin geliebt und frei. Ich werde täglichunter Freundesgespräch weit spazieren geführt, habe frommePriester, erbaulichen Gottesdienst und das heilige Meßopfertäglich, und lauter fruchtbaren Boden in aller Umgebung.

Ach, machen Sie doch, daß aus der Reise mit Georg,den Kindern und Ihnen hieher etwas wird; Sie sollen einmalbesser Hüpfen als am Kringelbrunnen und wirklich unich unsMädercher sein.

ii.

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