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2 (1855) (1855)
Entstehung
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schwer, ihr Athem war während den sechs Wochen wie der einesgehetzten Thieres, das in jeder Minute niedersinken will, Tagund Nacht Röcheln und Stöhnen u. s. w.

Sie nahm keinen Antheil mehr an der Welt. Ich gab ihrtäglich zweimal Walburgisöl und war ein Paar Minuten beiihr. Ich kann wenig von Allem sagen, denn sie konnte csnicht, und die es gekonnt, waren wie immer, und wie auch jetztnoch, ganz unfähig zu achten, zu bemerken, mitzutheilen.

Ich zweifle nicht, daß allerlei kleine Erzählungen und Sagenvon ihren letzten Tagen durch wohlwollende und wohl auchfromme Colporteurs nach und nach umgehen werden, aberWesentliches und Fruchtbares wird nichts laut, weil Niemandum sie war, als Dorn und Kreuz, ihr Leben lang und bis zumletzten Athemzug, und noch nach ihrem Tod. Wer sie gewesen,was sie gelitten, wie sie behandelt worden, weiß ich, so vielunermüdete Beobachtung bei den schwierigsten Hindernissen, undherzlichstes Vertrauen und große Liebe und Dankbarkeit durchdicke Wände der Laune und Blindheit und Scheu u. s. w., um sieher, von ihren milden Händen empfangen konnte. Sie starbwahrhaftig einen moralischen Kreuzigungstod fünf Wochen lang,all ihr Wesen und Sinnen war auf den Gehorsam gerichtet.

-Ich sah sie täglich zweimal ein Paar Minuten. Das Wal-burgisöl, das sie sehnsüchtig nahm, hielt mir das Berhältnißoffen, da, wo ich nie anders als durch angestrengte Beobachtungder Gewohnheit mich befestigen konnte. Als sie um Neujahr indieses neue Leiden trat, vernahm ich: es gehe auf Leben undTod (wie frühcrhin oft), sie habe keine Hoffnung, es stehe imGebet, sic wisse nicht weswegen, sie habe sich hingegeben.