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Freundes durch eigene Entsagung und Reinigung nicht sühnen können,so rotten Sie doch wenigstens die Fortpflanzung derselben durchVergessen und Abwcnden von denselben, in sich und Anderen aus.
Indem ich obiges Lied für Sie suchte, fiel mir beiliegendeNotiz über den in der deutschen Kunstgeschichte gewiß merkwürdigenRunge in die Hände. Verzeihen Sie den manierirten sich blähendenTon in derselben und den Schein etwas zu wissen, wovon ichgar nichts verstand, und was ich meist nicht einmal gelesen hatte,ich kann nur durch dieses Geständniß die eitle Aufblähung desSchreibers jener Notiz am ernsten Grabe eines tiefsinnigen,frommen und für sehr einfach und redlich gehaltenen Manneseinigermaßen wieder gut machen. Ach, ich will es ja gewißnicht wieder thun! —
den ich als ein unschuldiges Kind kannte, da ich schonein sehr böser Mensch war, und der mir also früh eine Ermah-nung war, welcher ich nicht gefolgt bin, scheint, wie Sie sagen,von Ihnen getrennt. Sie dürfen dieses nicht so hinsagen nochhingehen lassen, denn bei jeder Trennung ist eine Verantwortung,wenn sie den Kanal von irgend etwas wirklich Besserem oderHeiligerem unterbricht. Verleiht Ihnen Gott irgend eine innereErleuchtung oder Erkenntnis; der Wahrheit, so müssen Sie alsein demüthiger Kanal dieselbe weiter rinnen lassen; fühlen Sieaber Hoffart in sich, so dürfen Sie freilich die Leitung unter-brechen, bis das Rohr ausgeglühet ist, dann ist die Unter-brechung eine Quarantaine. /Mlcs Gute aber, was zur Heiligungführen kann, sind Sie Ihren Freunden nach weisem Maßedergestalt schuldig, daß Ihnen an dem Hiss irae, »lies ills dieRechnung wird vorgelegt werden. Das Wort, das Jesus sprach:„Vater, ich habe keinen verloren Derer, die Du mir gegebenhast," — wird, sprechen zu können, einst auch von uns gefordertwerden, und wir müssen daher unter stetem Flehen um den Beistanddes heiligen Geistes, in Demuth unter unseren Freunden wachen;