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allerlei Leeres, Scheinendes, wo Schein und Trug den Tod unddie Sünde mit sich gegenspiegelndcn Lüsten zur Schönheitmodelliren, mein Lieber! solches darf man ja nicht für Liebewiedergeben. So das Kind den Vater um Brod, um Fisch,um ein Ei bittet, wird er ihm keinen Stein, keine Schlange,keinen Scorpion geben, sagt der Heiland, und was soll ich denngeben, ich Ärmster, der selbst für den Herrn nichts zu bringenhat, als die zusammengetragenen Büschlein seiner Sünden?
So lieblich, scheu, um Schonung bittend, spricht das alteGebetbüchlein, aus dem ich Ihnen einmal auf meiner Dachstubevorlas, die schweren Lasten der Marterwerkzeuge aus, welchewir täglich neu bereitet vor den gekreuzigten Versöhner bringen, —unsere Sünden. — lA nderes, mein lieber Freun d,, habe i ch nich t,als S ünden, und Sie verlangen ein Pathmos!^ Sind Sie reinwie Johannes? Haben Sie an des Meisters Brust gelegen?Unter seinem Kreuze gestanden? Sind Sie der Sohn seinerMutter gewesen? Haben Sic dieselbe verehrt, geliebt, gepflegt,nicht verlassen bis zum Tode? Sind Sie heil aus siedendemÖl, heil vom Giftbecher gekommen, daß Sie Pathmos ver-langen? Und was wäre es Ihnen ohne um des Herrn willenhin verwiesen zu sein, und ohne die Offenbarung dort zuempfangen? Diese aber ist ein Gericht!
Sie wünschen ein Pathmos, betrübt weil die guten dor-tigen Doctoren so viel von der bequemsten Einrichtung derSchornsteine gesprochen; ich kann mir kein besseres Omen fürdie Einleitung gelehrter ästhetischer Unterhaltungen denken. Dennbequeme Schornsteine sind die wahren Kunststraßen, welche dieneun Hexen des Parnasses, im altdeutschen Stil, auf dem Besen-stiel der Kritik zum Blocksberg fahren, wo die Lyra dem Hell-sehenden der Schädel eines Pferde-Aases erscheint (Pegasus).Ich kann keine realere Einleitung zu geistreichem, hinhaltendem,die innere Wahrheit, Schuld, Noth und Verderben infam und
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