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2 (1855) (1855)
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gesund sei. Wenn er darnach fragt, sollen sie ihn an die Armenweisen, das seien seine Brüder, und sollen den Knaben bewegenAlmosen mit Liebe und ohne Heftigkeit zu geben, etwa mit denWorten:Das ist für das Kind Jesus, es soll mich doch gehenlehren, daß ich zu ihm komme." Aber die Leute bedürfen derUnterweisung, und die müssen wir geben; Jesus hat sich auchschrecklich geplagt u. s. w.

Bei der Lectüre Deines Buchs ist mir eingefallen, ob Dunicht eine philosophische Einleitung in die Dogmatik oder Theo-logie überhaupt schreiben solltest, um so mehr, da Dir die Artdes Hermes so verderblich scheint. Auch wäre es gut, wenn Dudas unsichtbare Kirchenwesen die Gefahr durch Taulerismus undGuionismus, und die ganz neue Manier der Protestanten, sichden Kirchenvätern anzuschließen und die Kirche nebenbei ganzverächtlich zu behandeln, einmal vornähmest. Wie widerwärtigfindet sich das letzte in Neander's Denkwürdigkeiten. Dieserganz fromm und ascetisch lebende, getaufte Jude, hat einen eigenenHaß gegen die Kirche, er hat einen großen Anhang.

Neulich sagte mir die Kranke: Es gibt viele edlere undtiefsinnige Protestanten, welche wohl die Wahrheit der Kircheerkennen, aber "weil sie sehen, daß die Satzungen der Kirche vonManchen so schlecht gehalten und ihre heiligen Verrichtungenund Rechte oster so geistlos und hölzern getrieben werden, sagensie sich stillschweigend:Es ist nicht nöthig sich zu Dingen zubekennen, die doch nicht gehalten werven," und trösten sich mitdem Scheintrost: so man Jesus aufrichtig suche, könne man injeder Gemeinde selig werden. Sie sagte mir: so seien leiderihre zwei protestantischen Freunde innerlich, sagen es aber nicht,und man kann ihnen darum nicht helfen.

Auch solchen Gemüthern müßte durch geistreiche und nicht