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2 (1855) (1855)
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zösischen Schriften finde ich nur ein Verdünnen und Verlängerneines alten matten Teiges, der von der alten Prasserei her dieHungersnoth überlebt hat u. s. w.

Empfehle mich der Liebe und dem Gebete der frömmerenKünstler, welche Du dort kennst und liebst. Wenn ich nurerst von einem Künstler hörte, der aus wahrer Frömmigkeitund Gottes- und Menschenliebe arbeitete, und ohne allen Kunst-hoffart und Selbstdünkel, wie die alten Heiligen mit ihrerLehre, um Gottes Willen käme, die Altäre zu verzieren, dieKreuze und Stationen herzustellen, und Nichts wollte als einfältigleben und Gott dienen. So lang das nicht kommt, bleibt all'das Zeug verdächtig und unnütz.

Wenn ein frommer Maler und ein Bildhauer zu GottesEhre sich entschlössen in einer Stadt, wie ;. B. Köln, eine^ religiöse Malerschule zu gründen, selbst klösterlich zu leben und. für die öffentliche Andacht des Landes, bloß um Gottes Segenund das liebe Brod zu arbeiten: so würde Gott sich gewißihrer Seelen und Arbeiten erbarmen; aber das scheint garferne! Welches Verdienst würden sie sich allein durch eineFabrik von einfachen, edlen Kreuzwegen in der armen Zeiterwerben. Kannst Du nicht einen Funken zu solchem Geistentzünden? Die großen gefeierten Künstler sind mir ganzekelhaft durch ihren Journalenruhm; so lang die noch übrigenfrommen, armen Kirchenglieder Nichts von ihnen wissen, stehenalle ihre Werke in einer eitlen Leibcompagnie von Hoftrabanten,Leibhusaren, Kammertürken, welche nie ins Feld kommen undbloß der s ls Religion maskirten babylonischen H . . . denKutschenschlag öffnen und Steigbügel halten.

Die Anekdote über Gaßner ist stark, die Du erzählst; ichzweifle keinen Augenblick daran. Ich las gerade als ich DeinenBrief erhielt die Gaßner'schen Protokolle der Heilungen. DieSachen sind so erstaunlich als vergessen und haben keine Wir-