Druckschrift 
2 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
23
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Maler immer sehr verdächtig, welche in allen ihren Madonnennichts als ihr conterbandcs Familiengeheimniß über die Him-melsgrenze schmuggeln möchten.

Nehmen Sie mir das nicht übel, ich bin wie immer subros» unverblümt und habe Sie lieb. Ich höre, Sie gehen baldnach Italien. Mein Bruder Christian wollte schon im Herbsthin, ist aber durch Krankheit noch in Frankfurt geblieben; erwird nun wahrscheinlich im Sommer gehen. Wenn Sie frühgenug in Frankfurt wären, könnten Sie vielleicht wohlfeil mitihm kommen; er könnte Ihnen von großem Nutzen sein, erkennt die frömmsten und ausgezeichnetsten Leute auf dem Weg.Ich halte es allerdings für ein besonderes Glück für Sie, wennSie zusammen reisen, oder ihn dort auffinden könnten, er hatein sehr großes Kunsttalent und eine große religiöse Erleuchtungim tiefsten, gründlichsten, strengsten kirchlichen Sinne.

An eine Mlgere Freundin.

Llllmkn den 12. Nmmiiber 1822.

Schon lange habe ich Deinen letzten, in verschiedenenGraden von Vertraulichkeit sich wohlwollend bewegenden Briefund Glückwunsch zum Geburtsfeste. Ich antwortete gerne früher,ja gleich, aber es bleibt mir keine willkürliche Zeit; auch habeich wenig zu sagen, denn Alles bleibt beim Alten hier, undbei Dir.

Ich habe die Nachricht von einer ältern Bekanntschaft derKerzischen Familie mit der meinen, mit Interesse gehört DieEmpfindungsweise der guten Frau, wie Du sie oft geschildert,ihre Toleranz und Sorge bei der Polemik ihres Mannes, die